Belarus Visum Informationen

 
   
 
 
 
     
 

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Erforderliche Dokumente für den Antrag
Wichtige Hinweise

Belarus oder auch Weißrussland liegt als ein Binnenland in Osteuropa im Herzen des europäischen Kontinents. Das Land, in dem über 9,5 Millionen Menschen leben, ist insbesondere für seine Architektur aus der Stalin-Zeit, großen Festungsanlagen und Urwälder bekannt. Zudem wird es „Blauäugiges“ genannt – das Land der tausend Seen. In der modernen Hauptstadt Minsk prägt die monumentale KGB-Zentrale das Bild des Unabhängigkeitsplatzes. Zudem gibt es zahlreiche Kirchen, darunter die Kirche des Heiligen Simon und der Heiligen Helena, die zusätzlichen Einfluss auf das Stadtbild ausüben. Wenn Sie sich also für eine Reise nach Weißrussland entschieden haben, dann gibt es einiges im Vorfeld zu klären: Wie lautet die Reiseroute? Welche Unterbringung sollte ausgewählt werden? Und wird ein Visum benötigt?

Einreisebedingungen für Belarus

Möchte man als deutscher Staatsbürger nach Weißrussland einreisen, besteht eine grundsätzliche Visumpflicht. Seit Juli 2018 besteht allerdings eine Ausnahme für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen, sofern die Einreise nach Belarus über den Flughafen Minsk erfolgt. In diesem Fall ist eine visumfreie Einreise möglich. Diese Regelung gilt für Staatsangehörige von 74 Staaten, darunter Deutschland und alle Staaten der Europäischen Union. Um sich über die aktuellen Einreisebedingungen zu informieren, beispielsweise hinsichtlich der notwendigen Dokumente wie Pass oder Nachweise zur finanziellen Situation, sind diese Informationen bei der belarussischen Botschaft in Berlin, beim Außenministerium der Republik Belarus oder bei den belarussischen Grenzbehörden erhältlich.

Welche Voraussetzungen müssen für die visumfreie Einreise erfüllt werden?

Neben dem Vorhandensein eines gültigen Reisepasses oder anderen Ausweisdokumenten, wobei ein Personalausweis nicht genügt, muss die Ausreise spätestens am 30. Kalendertag ab mitgezähltem Datum der Einreise erfolgen. Die Ein-und Ausreise muss über den Flughafen Minsk erfolgen. Zudem werden Zahlungsmittel in Auslands- oder Nationalwährung in einer Höhe von etwa 21 Euro pro Aufenthaltstag erwartet und ein Nachweis einer in Belarus gültigen Reisekrankenversicherung mit einer Versicherungssumme von mindestens 10.000 Euro ist vorzulegen. Eine visumsfreie Einreise kann beliebig oft erfolgen, jedoch beträgt die maximale Aufenthaltsdauer in Belarus 90 Tage im Kalenderjahr. Die Regelung zur visumfreien Einreise über den Flughafen Minsk gilt nicht:

  • für Transitreisende, die aus der Russischen Föderation nach Minsk oder von Minsk in die Russische Föderation reisen und
  • für offizielle Reisen: Inhaber von diplomatischen, dienstlichen und anderen speziellen Pässen. Eine visumfreie Einreise nach Belarus und anschließende Weiterreise in die Russische Föderation führt regelmäßig zu Einreisesperren für Belarus und sollte daher unbedingt vermieden werden.

    Gibt es noch andere Sonderregelungen?

    Neben einer besonderen Regelung für den Besuch der Städte Brest und Grodno, ist auch hinsichtlich der bevorstehenden Europäischen Spiele 2019 in Minsk eine Sonderregelung getroffen worden: Besucher der Zweiten Europäischen Spiele 2019 in Minsk können darüber hinaus im Zeitraum vom 10. Juni bis einschließlich 10. Juli 2019 visumfrei, auch auf dem Landweg, nach Belarus einreisen. Bei Einreise sind ein gültiger Reisepass, ein offizielles Ticket für eine Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Spiele und entsprechende Nachweise über finanzielle Mittel und besagte Krankenversicherung vorzulegen.

    Welche Visumsarten gibt es noch?

    Neben dem klassischen Touristenvisum gibt es noch das Privatvisum, das Geschäftsvisum, das Jahresvisum und das Transitvisum. Die Beantragung dieser Arten von Visa erfordert die Beantragung bei der zuständigen konsularischen Abteilung, z. B. in Berlin. Zudem ist es möglich, dass neben den bereits genannten Dokumenten auch zusätzliche Unterlagen eingereicht werden müssen.

    Genießen Sie Ihren Urlaub!

    Festzuhalten gilt insgesamt: Für Staatsangehörige der europäischen Union – und damit auch für Deutsche – ist eine Einreise und ein Aufenthalt in Belarus meist sehr unkompliziert. Worauf warten Sie also noch? Sehen Sie Belarus mit eigenen Augen!

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Häufig gestellte Fragen

Weißrussland ist ein Binnenstaat in Osteuropa und grenzt an Polen, Ukraine, Russland, Litauen und Lettland. Die Hauptstadt ist Minsk und das Land wurde 1991 unabhängig. Das Land bekam seinen Namen durch den Begriff „Weiße Rus“; dies ist ostslawisch und bedeutet in etwa „der westliche Russe“. Im internationalen Sprachgebrauch wird das Land jedoch immer Belarus genannt, um Verwechslungen zu vermeiden.

In Weißrussland leben ungefähr 9.5 Millionen Menschen, die Bevölkerungsentwicklung ist minimal rückläufig und liegt bei etwa -0.15 %. Ein Großteil der Menschen lebt in Städten oder stadtnahen Gebieten. Minsk ist mit fast zwei Millionen Einwohnern die mit Abstand größte Stadt in Weißrussland, mit etwas mehr als 500.000 Einwohnern ist Homel die nächstgrößere Stadt.

Es gibt noch fünf weitere Städte in Weißrussland mit einer Einwohnerzahl von 200.000 - 500.000 Menschen. Der Großteil der Bevölkerung sind ostslawische Weißrussen, sie haben einen Anteil an der Gesamtbevölkerung von ca. 83 %. Dazu gibt es 8.3 % Russen und 3.1 % Polen, eine weitere Minderheit sind Personen aus der Ukraine mit 2.4 %. Muslimische Tataren und Juden halten jeweils einen Anteil von 0.1 %.

Die offiziellen Amtssprachen des Landes sind weißrussisch und russisch. Russisch dominiert allerdings die Sprache und wird von 75 % der Bevölkerung gesprochen. Dies liegt auch darin begründet, dass erst nach der Abspaltung von der Sowjetunion, das Weißrussische eine größere Bedeutung als Sprache im Land eingenommen hat.

Weißrussland Geschichte

Im frühen Mittelalter lebten auf dem heutigen Gebiet von Weißrussland vor allem ostslawische Stämme. Es war zu diesem Zeitpunkt ein Teil des Kiewer Reiches, dem ersten Staat in Ostslawien. Von 1240 bis 1480 war das Gebiet unter mongolische Charterer Herrschaft, erst dann wurde es unter Moskauer Führung befreit.

In einer Union wurde Weißrussland ein Teil des Doppelstaates Polen-Litauen, dies blieb bis 1793 so. Dann wurde das Gebiet des heutigen Weißrusslands unter russische Herrschaft gestellt. Die russische Inanspruchnahme wurde als Wiedervereinigung angesehen. Katharina die Große bezeichnete dies als: „Ich habe das Entrissene zurückgeholt“.

Anfang 1918, im Zuge des Ersten Weltkrieges, marschierte das deutsche Heer in Minsk ein. Dabei wurde die unabhängige, weißrussische Volksrepublik ausgerufen. Im Jahr 1919-1920 war Russland ein Zankapfel zwischen dem neu entstandenen polnischen Staat und Sowjetrussland. 1920 schlugen die polnischen Truppen die Rote Armee und ein Teil des Landes wurde an Polen angegliedert.

Der andere Teil wurde zur weißrussischen Sozialistischen Sowjetrepublik und war 1922 damit Gründungsmitglied der Sowjetunion. Am Anfang des Zweiten Weltkrieges 1939 wurde der zu Polen gehörende Landesteil von sowjetischen Truppen besetzt. Dies geschah in Abstimmung mit Deutschland. 1941 wurde dann ganz Weißrussland von der deutschen Wehrmacht eingenommen.

Diese deutsche Besatzungsherrschaft zerstörte einen Großteil des Landes und führte zum Tod von etwa 25 % der Bevölkerung. Ein Großteil davon waren Juden. Ende 1943 fing die Rote Armee an das Land schrittweise zurückzuerobern und im Sommer 1944 war Weißrussland vollständig von der deutschen Besatzung befreit. 1986 war Weißrussland erneut im Blickpunkt des Weltgeschehens durch die Katastrophe von Tschernobyl.

Weißrussland das Land

Weißrussland war lange Zeit kein Ziel von Touristen. Dies lag auch daran, dass eine Visumspflicht eine einfache Einreise verhindert hatte. Dies änderte sich jedoch 2017 und seitdem dürfen Deutsche für 30 Tage ohne Visum in Weißrussland verbringen. Diese Regel gilt allerdings nur, wenn Sie über den Flughafen in Minsk einreisen. Alle anderen Einreisearten verlangen weiterhin ein Visum.

Eine Einreise von Deutschland aus empfiehlt sich natürlich mit dem Flugzeug. Mit einer Flugzeit von zwei bis zweieinhalb Stunden von Deutschland aus, ist man schnell in Minsk. In Minsk selbst ist es möglich sich eine komplette Wohnung im Zentrum zu mieten. Dies empfiehlt sich vor allem für Personen, die nicht unendlich Geld zur Verfügung haben.

Denn die Hotels in Minsk sind unverhältnismäßig teuer und haben einen sehr schlechten Standard. Als Tourist ist in Minsk nur die Altstadt interessant, die Vororte sind reine Satellitenstädte und werden selbst von den Einheimischen nur als Schlafstätten genutzt. Sie verbringen ihre Freizeit meist in den Parks und der Innenstadt oder bei Verwandten auf dem Land.

Neben diesen Freizeitbeschäftigungen verschlägt es viele Minsker auch an das Minsker Meer. Das Minsker Meer ist einen Stausee, der im Norden des Minsker Stadtgebiets liegt. Der Stausee hat eine Fläche von ca. 80 km² und ist damit fast genauso groß wie der Chiemsee. Rund um diesen See ist eine Art Erholungszentrum entstanden und die Wälder um den See laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Die Hauptstadt Minsk wurde im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört. Jedoch wurden große Anstrengungen unternommen und die wichtigsten historischen Gebäude wurden originalgetreu aufgebaut. Durch diesen konzentrierten Aufbau befinden sich diese Gebäude alle im Bereich der sogenannten Oberstadt von Minsk und sind bequem zu Fuß zu erreichen.

Reiseziele in Weißrussland

Nicht nur die Hauptstadt Minsk ist eine Reise wert, sondern vor allem die kleinen Juwelen, die nicht im Zuge des Zweiten Weltkrieges zerstört wurden, sind empfehlenswert. So liegt im Südwesten von Minsk ungefähr 120 km entfernt die Kleinstadt Njaswisch. Dort liegt ein Schloss mit dem gleichen Namen auf einer künstlich angelegten Insel und stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Das Schloss ist über einen Damm mit dem Festland verbunden und war früher die Winterresidenz der herrschenden Dynastie. Bei einer Führung durch das Schloss erfährt man viel über die wechselhafte Geschichte des Landes. Das Schloss wurde vor nicht allzu langer Zeit in die UNESCO Liste der Weltkulturerben aufgenommen. Nur 30 km weiter von Njaswisch liegt der Ort Mir.

Dort wurde eine Zitadelle zu einer Burg mit Wohnkomplex zum Schloss umgebaut. Durch die großen Jagdgebiete um das Schloss herum diente es vor allem als Sommerresidenz. Ein besonderes Fest in Weißrussland ist die Masleniza, das Fest findet im Winter statt und wird Butterwoche genannt. Es ist die letzte Woche vor der orthodoxen Fastenzeit und für Menschen, die diese Fastenzeit nicht kennen ein echtes Erlebnis.

Denn vor Beginn der Fastenzeit wird noch einmal richtig geschleppt und gefeiert und im ganzen Land gibt es eine große Anzahl von Veranstaltungen. Dabei werden auch in Restaurants ohne Vorwarnung Feiern abgehalten und ein Zeremonienmeister versorgt jeden Besucher mit traditionellen Accessoires. Dazu gehören Haarbänder, Kopftücher und Rhythmusinstrumente.

Jeder der Anwesenden muss die Strophe eines russischen Liedes singen und es wird gemeinsam getanzt. Zum Abschluss erhält jeder Teilnehmer einen Schnaps und einen traditionellen Buchweizenpfannkuchen, der einem das Jahr über Glück bringen soll.