Nordkorea: Visuminformationen

 
   
 
 
 
     
 

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Häufig gestellte Fragen

Das Land Nordkorea ist ein Staat in Ostasien, offizieller Name des Landes lautet „Demokratische Volksrepublik Korea“. Es umfasst den nördlichen Teil der koreanischen Halbinsel und wurde am 9. September 1948 gegründet. Das Land wird diktatorisch regiert und ist vermutlich das weltweit restriktivste System, das derzeit existiert. Die Halbinsel wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in die Nord- und Südhälfte geteilt.

Bereits 1910 hat Japan die Halbinsel annektiert. Nachdem die Japaner den Zweiten Weltkrieg verloren hatten, wurde Korea in eine US-amerikanische und eine sowjetische Besatzungszone unterteilt. So entstanden die zwei unabhängigen Staaten Nord- und Südkorea. Das Land grenzt im Norden an die Volksrepublik China und auf etwa 20 km Länge an Russland.

Der Großteil der Menschen lebt in den Küstengebieten, da das Landesinnere sehr gebirgig ist. Die mit Abstand größte Stadt in Nordkorea ist die Hauptstadt Pjöngjang mit rund drei Millionen Einwohnern. Daneben gibt es noch einige größere Städte wie Hamhung und Namp`o die beide ungefähr 500.000 Einwohner haben. Alle anderen Städte in Nordkorea sind deutlich kleiner.

Nordkorea ist ca. 120.000 km² groß und hat 25 Millionen Einwohner. Bis auf eine kleine, chinesische Minderheit im Norden des Landes leben in Nordkorea nur Koreaner. Das Land weist weltweit den niedrigsten Ausländeranteil prozentual gesehen auf. Von 1960 bis 2016 verdoppelte sich die Bevölkerung von 12.3 auf rund 25 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 67.2 Jahre bei Männern und 74.1 Jahre bei Frauen.

Die vorherrschenden Religionen in Nordkorea sind der Buddhismus und der Konfuzianismus. In der Verfassung von Nordkorea wird die freie Ausübung der Religion gestattet, solange dies nicht zur Infiltration durch äußere Kräfte oder zur Verletzung der gesellschaftlichen Ordnung missbraucht wird. Es wird jedoch immer wieder berichtet, dass praktizierende Christen in Lagern interniert werden.

So wird der Besitz einer Bibel mit Todesstrafe oder Arbeitslager drastisch bestraft.

Die Geschichte Nordkoreas

Durch die Teilung des Landes nach dem Zweiten Weltkrieg entlang des 38. Breitengrades kam der Norden unter die Kontrolle der Sowjetunion. Diese hatte ein großes Interesse daran, einen ihr nahestehenden Staat aufzubauen. Dieser Staat sollte als wirkungsvoller Puffer gegenüber Japan dienen, da die koreanische Halbinsel als Operationsbasis für einen Angriff auf das Land dienen könnte.

So sollte Nordkorea zu einem Start nach marxistisch-leninistischen aufgebaut werden. Bereits zum Ende des Jahres 1945, wurde die Einwanderung von ethnischen Koreanern aus der Sowjetunion, die politisch geschult waren, forciert. Bereits am 13. Oktober 1945 wurde das nordkoreanische Büro der kommunistischen Partei Koreas mit Kim Il-Sung an der Spitze gesetzt.

Im Februar 1946 wurde das Volkskomitee gebildet. Die nordkoreanische kommunistische Partei vereinigte sich mit der linken neuen Volkspartei, zur neuen Partei der Arbeit Nordkoreas. Nach diesem Zusammenschluss erhöhte die amerikanische Besatzungsmacht den Druck auf die kommunistische Untergrundbewegung. Dabei wurden Parteimitglieder verhaftet und viele flohen in den Norden.

1946 wurde auch die wirtschaftliche Umgestaltung des Landes vorangetrieben, bei der sogenannten Bodenreform wurden Bauern enteignet und das Land in Staatshände übergeben. Im Herbst 1947 wurde die Ausarbeitung einer Verfassung angekündigt und damit der Grundstein für einen eigenständigen nordkoreanischen Staat gelegt. Die Verfassung wurde von Moskau überprüft und schließlich genehmigt.

Am 25. August 1948 fanden die ersten Wahlen zur obersten Volksversammlung statt, die daraufhin am 8. September die Verfassung bestätigte und einen Tag später die Demokratische Volksrepublik Korea proklamierte.

Nachdem die Sowjetunion und die USA ihre Truppen aus dem Land abgezogen hatten, überschritten am 25. Juni 1950 nordkoreanische Truppen die Grenze zur Republik Korea. Ziel war es die Teilung Koreas aufzuheben und Südkorea in die sozialistische Republik Nordkorea zu integrieren. Nach anfänglichen sehr schnellen Erfolgen des Nordens griff die USA in den Konflikt ein.

In einem Vernichtungskrieg zerstörte dabei die US-Luftwaffe nordkoreanische Städte und es kamen ca. 1.5 Millionen Menschen dabei zu Tode. 1953 wurde ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, das einen sogenannte Demarkationslinie am 38. Breitengrad festschrieb.

Nordkorea Reisetipps

Mit allem was man über Nordkorea weiß, sollte einem klar sein, dass dies ein sehr spezielles Reiseziel ist. Ohne eine Agentur, die Reisen durch Nordkorea organisiert, ist es nahezu unmöglich das Land zu besuchen. Der alleinige Grund warum Nordkorea Touristen in sein Land lässt, ist der Grund, dass dadurch Devisen dem Land zugeführt werden.

Auch wenn die Reise über eine Agentur gebucht wurde, so hat die Agentur keinerlei Einfluss welche Reiseziele bei der Rundreise genau angesteuert werden. Denn diese werden von der nordkoreanischen KITC durchgeführt, dies ist die staatliche Reiseagentur Nordkoreas. Ein Visum für Nordkorea ist zwingend erforderlich und muss beim zuständigen Konsulat in Deutschland beantragt werden.

Während der Reise gelten besondere Regeln, die man unbedingt beachten sollte. So dürfen zum Beispiel die Statuen der Staatsführer nur im Ganzen fotografiert werden. Sollte man ein Teil der Beine abschneiden, gilt dies als Beleidigung des Staatsführers. Auch wird verlangt, dass man sich vor den Statuen verneigt. Es darf ebenfalls keine westliche Literatur in das Land eingeführt werden.

Im Land selbst gibt es keine Geldautomaten, deshalb sollten Sie Ihr Geld mitbringen, da es schlichtweg keine Möglichkeit gibt sich welches zu besorgen. Machen Sie sich auch keine Gedanken darüber, wie Sie mit einheimischen in Kontakt treten könnten. Denn diese Kontakte wird es nicht geben. Die Reisegruppen werden abgeschirmt und jeder Kontakt zur Bevölkerung unterbunden.

Reiseziele in Nordkorea

Neben der Hauptstadt Pjöngjang, die als Musterstadt des Kommunismus gilt und dementsprechend mit Plattenbauten übersät ist, gibt es doch einige sehenswerte Reiseziele. Dazu gehören die Myohyang Berge, dieses Gebirge ist sanft gewellt und hat eine große Artenvielfalt. Es gibt ca. 700 verschiedene Pflanzenarten und mehr als 115 Vogelarten.

In diesem Gebirge gibt es einige alte Pagoden und Tempel, die alle über Wanderwege zu erkunden sind. Dort befindet sich auch die sogenannte „Freundschaftsausstellung“ für die beiden Führer Kim Il Sung und Kim Jong Il. Was den Besuch in diesem Gebirge zu einem Pflichtprogramm bei einer Rundreise werden lässt. Ein weiteres Ziel auf den Rundreisen ist Wonsan, das an der Ostküste des Landes liegt.

Wonsan ist ein beliebter Badeort und viele Schulklassen verbringen dort ihren Sommerurlaub in Camps. Es ist eine der wenigen Gegenden in Nordkorea, wo auch Touristen baden gehen können. Der Hafen der Stadt ist gleichzeitig die Schiffsverbindung zu Japan. Des weiteren gibt es in der Stadt botanische Gärten, einen Zoo, Freilufttheater und Blumenwiesen mit Kinderspielplätzen.